Anwendungen aus dem Bereich der Steuerung

Kalibrierung von Fieberthermometern

 

Medizintechnische Thermometer müssen kalibriert werden. Die Kapillare hat geringfügig unterschiedliche Durchmesser. Damit ist der Höhenunterschied bei gleichen Temperaturdifferenzen nicht gleich. Von Thermometer zu Thermometer gleicht man das durch verschieden lange Skalen aus. Der Vorgang dieser Erkennung ist die Kalibrierung.


Aufgabenstellung:

Kalibrierung von Fieberthermometern

Branche:

Glas

Komponenten:

Intelligente Kamera pictor M1208,
vicolux Flächenbeleuchtung FAL4646,
vicotar telezentrisches Objektiv VCL

 

Die Thermometer durchlaufen dazu nacheinander und an einem indizierten Halter hängend, Wasserbäder mit 37° und 41 o Celsius Wassertemperatur. 2 BV-Systeme an den jeweiligen Wasserbädern nehmen die Höhe der Flüssigkeitssäule auf. Anschließend wird die Längendifferenz der Flüssigkeitssäule ermittelt. Die Zuordnung beider Messwerte zu einem Thermometer erfolgt durch die Indizierung der Werkstückhalter. So lassen sich die Messewerte über einige Hundert Werkstückhalter mitführen.

 

Je nach Längendifferenz der Flüssigkeitssäule werden 28 Klassen von Thermometern unterschieden, die mit 28 unterschiedlich eingeteilten Skalen versehen werden. Das Einschieben der Skalen bis zum Kalibrierstrich erfolgt ebenfalls bildverarbeitungsgesteuert. Problematisch, aber auch durch BV gelöst, ist die Ablesbarkeit der Flüssigkeitssäule. Die Zylinderlinse auf der Kapillare ist nur in einem sehr geringen Drehlagebereich abzulesen. Das Erreichen der richtigen Drehlage zum Ablesen wird durch die Verknüpfung der BV mit dem Handhabungssystem erreicht.

 

 


 
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