04.07.2014

Finanzminister Voß zu Besuch bei Vision & Control

Minister Voß (links) ließ sich am Model die Inspektion von Getränkeflaschen von Prokurist Dr. Ulrich Pahl (mitte) und Volker Schmidt, Leiter der Elektronik- und Softwareentwicklung (rechts) erläutern.

Minister Voß (links) schaut Fertigungsmitarbeiter Alexander Förster (rechts) beim Fertigungsrundgang mit Volker Schmidt (Leiter Elektronik- und Softwareentwicklung (hinten)) über die Schulter.

Mit einer niedrigen Arbeitslosigkeit und einem positiven Wirtschafts­wachstum stehe der südthüringische Raum sehr gut da, so Finanzminister Voß. Insbesondere Technologieunternehmen, wie die Vision & Control GmbH, dürfen zu Recht stolz auf das sein, was sie bisher geschaffen haben. Davon überzeugte sich der Minister am Montag persönlich, als er sich die Produkte und das Geschäftsmodell von Vision & Control erläutern ließ. Zudem interessierte sich der Minister für die Sorgen und Nöte des Unternehmens.

Prokurist und Entwicklungsleiter Dr. Ulrich Pahl begrüßte Minister Dr. Wolfgang Voß und gab einen aktuellen Überblick der Situation des mittelständischen Unternehmens. So erfuhr der Minister welche vielfältigen Anwendungsfelder es für industrielle Bildverarbeitung in der Automatisierung und im Maschinenbau gibt.

Bildverarbeitungssysteme kommen überall dort zum Einsatz, wo in der Produktion völlig berührungsfrei geometrische Maße von Gegenständen ermittelt werden. Oder wo Teile auf visuelle Qualitätsmerkmale wie Kratzer oder Unebenheiten kontrolliert werden. Des Weiteren führen sie optische Inspektionen hinsichtlich Anwesenheit, Vollständigkeit, korrekter Lage von Bauteilen und vieles mehr durch. Minister Voß ließ sich die Funktionsweise anhand verschiedener Modelle erklären. Diese zeigten unter anderem die Inspektion auf Verunreinigungen oder Beschädigungen von Glasflaschen sowie die Füllstandskontrolle mittels Thermografie bei undurchsichtigen Kunststoffflaschen. Auch über die Marktposition und Zukunftsaussichten wurde gesprochen. So bietet die 4. Industrierevolution - Industrie 4.0 - dem Unternehmen weitere Chancen am Markt zu wachsen. Denn mit Bildverarbeitung können komplexe Steuerungs- und Regelungsaufgaben für mehr Qualität in der Produktion und einen höheren Maschinentakt realisiert werden.

Das Wachstum der Unternehmen von Innen heraus ist Thema des Ministers. Er befürwortet, die Thüringer Unternehmen zu stärken damit diese weiter wachsen können und somit auch zusätzliche Arbeitsplätze in Thüringen geschaffen werden. Entsprechend sollte sich auch die zukünftige Förderpolitik des Landes gestalten.

Die Fachkräftesicherung ist aktuell die größte Sorge von Vision & Control. Das Unternehmen bildet selbst aus und vergibt neben Praktika Bachelor- und Masterarbeiten. Zudem besteht eine enge Kooperation zur Thüringer Hochschullandschaft unter anderem im Bereich der Forschung und Entwicklung. Trotzdem gestaltet sich die Suche nach Fachkräften schwierig. Der Minister begrüßte die Eigeninitiative von Vision & Control und versuchte Mut zu machen. Schließlich könne man stolz auf das sein, was bereits geschaffen wurde. Er sieht es als seine Aufgabe, in der Landespolitik eine Lanze für die südthüringer Unternehmen zu brechen. Viel zu Wenigen sei bekannt, welche Hochtechnologie-Unternehmen im Süden von Thüringen bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich am Markt agieren.